65871007

Reflex Integration

Wenn frühkindliche Reflexbewegungen noch ganz oder teilweise aktiv sind können sie jederzeit ausgelöst werden und verursachen meist unwillentliche Restmuskelreaktionen. Das ist ein Zeichen neuronaler Unreife, also fehlender Nervenverknüpfungen im Gehirn und kann sich bei Kindern und Jugendlichen z.B. durch Konzentrationsprobleme, fehlende Impulskontrolle, nicht still sitzen können, Buchstaben verdrehen, Orientierungsschwierigkeiten, sowie Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten äußern. 

Spätestens nach der Einschulung fallen diese, für das Kind unkontrollierbaren, motorischen Verhaltensweisen auf und werden z.B. mit der Diagnose AD(H)S und / oder Legasthenie belegt.

Neuronale Unreife bedeutet somit auch, dass die Potenziale der unterschiedlichen Gehirnareale noch nicht wirklich zur Verfügung stehen und damit oft der Grund für Lern- und Verhaltensprobleme ist. Kinder mit diesen Anliegen sind meist noch nicht schulreif.

RIT-Reflexintegration ist ein effizientes Trainingsprogramm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die Reifung des zentralen Nervensystems kann nachgeholt werden. Erfahrungen zeigen, dass die oben aufgeführten Symptome zurückgehen und von Fall zu Fall ist es auch möglich eine medikamentöse Behandlung abzusetzen.

Anhand eines Fragebogens und speziellen Tests wird der neuromotorische Entwicklungsstand Ihres Kindes ermittelt. Einzelne frühkindliche Reflexe werden getestet und anschließend stelle ich Ihnen ein individuelles Bewegungstraining für Ihr Kind zusammen.

Das Reflex-Integrationstraining dauert zwischen 6 und 12 Monaten, wobei nur alle vier Wochen ein Praxistermin vereinbart wird. Während des Termins überprüfe ich das Vorhandensein aktiver Reflexe, integriere diese und zeige Ihnen und Ihrem Kind die unkomplizierten Übungen, die daheim durchzuführen sind. Der tägliche gemeinsame Zeitbedarf Sie und Ihr Kind beträgt hierfür 10-15 Minuten.

Gerne sende ich Ihnen einen Fragebogen kostenlos zu. Rufen Sie mich an oder nutzen Sie das Kontaktformular.

Was sind Urreflexe und welche Zusammenhänge mit Schul- und Verhaltensproblemen können entstehen?

Bereits im Mutterleib und noch im ersten Lebensjahr bewegt sich das Kind nach automatisch vorgegebenen Mustern, die vom Stammhirn gesteuert werden. Das sind Urreflexe mit der Aufgabe, Gehirnareale zu verknüpfen und Muskelspannung aufzubauen, damit sich die Fein- und Grobmotorik gut entwickeln kann.

Im Laufe des ersten Lebensjahres werden diese automatischen Bewegungen „gehemmt“ und das Kind kann sich mehr und mehr gezielt selbst bewegen, bis hin zum aufrechten Gang. Bleiben jedoch Restmuster der Urreflexe aktiv, kann sich das bei Kindern z.B. in Schul- und Verhaltensproblemen zeigen. Sind im erwachsenen Alter bestimmte frühkindliche Reflexe noch aktiv, haben wir gelernt, sie zu kompensieren. Dennoch finden sich Symptome wie z.B. körperliche Verspannungen.

Fürchte dich nicht vor dem langsamen Vorwärtsgehen, fürchte dich nur vor dem Stehenbleiben.

– alte chinesische Weisheit –

Praxisumzug

Ab dem 01. Juli 2017 finden Sie meine Praxis

in der Rheinstraße .. in Wiesbaden